English text below
(Weil in diesem Artikel gleich zwei englischsprachige Theatervereine erwähnt werden, ist der Text auch auf englisch verfügbar)
Theaterveranstaltungen und Monsterbräu Bier scheint eine gute Kombination zu sein. Jedenfalls hatten wir schon mehrmals die Gelegenheit, unser Bier via Theatervereine unter die Leute zu bringen.
Seit Jahren darf unsere Nanobrauerei dem Theater Einhorn in Dübendorf während der Theatersaison im März von unseren Bieren liefern. Für uns ist das jeweils eine gute Gelegenheit, dem lokalen Publikum aus Dübendorf und Umgebung unsere Produkte präsentieren zu können. Und für das Theater Einhorn ist es eine Möglichkeit, in den Pausen sowie vor und nach den Vorstellungen ein lokales Bier zu verkaufen.
Zusätzlich hat uns letzten November eine Anfrage von einem anderen Theaterverein erreicht: Das Zurich English-Speaking Theatre (ZEST) hat "Frankenstein" aufgeführt und für die Aufführungen ein passendes Bier gesucht. Was liegt bei diesem Stück näher als Bier der Brauerei Monsterbräu.
Offenbar ist unser Bier in der englischsprachigen Theater-Community in Zürich gut angekommen. Jedenfalls haben wir vor kurzem eine weitere Anfrage von einem Theaterverein aus Zürich erhalten: Die You Do You Theatre Company hat im Mai 2026 in Zürich das Musical "Avenue Q" aufgeführt. In der Show kommen mehrere Monsterpuppen vor - da dürfen natürlich Biere von Monsterbräu nicht fehlen.

Theatre events and Monsterbräu beer seem to be a winning combination. star We had several opportunities to promote our beer via theatre groups.
Since several years, our nano-brewery is supplying Theater Einhorn in Dübendorf with our beers during the theatre season in March. For us, this is always a great opportunity to present our products to the local audience from Dübendorf and surroundings. And for the theatre group, it iss a chance to sell a local beer during the break and before and after the shows.
Last November, we got a request from another theatre group: the Zurich English-Speaking Theatre (ZEST) was playing "Frankenstein" and was looking for a beer to go with the shows. What could be more fitting for this play than beer from the Monsterbräu brewery?
It seems that the English-speaking theatre community in Zurich likes our beer. Recently, we received another request from a theatre group in Zurich: the You Do You Theatre Company performed the musical “Avenue Q” in Zurich in May 2026. The show features several monster puppets – so, of course, Monsterbräu beers are a must.

Bier wird ja bekanntlich aus Malz hergestellt. Das Malz für unsere Kleinbrauerei Monsterbräu beziehen wir jeweils in 25kg-Säcken der Bamberger Mälzerei Weyermann. Doch was passiert mit den Malzsäcken, wenn sie leer sind?

Einige der nicht mehr benötigten Malzsäcke haben wir dem SDBU-Laden «frappant» weitergegeben. In der Werkstatt der Sozialen Dienste Bezirk Uster (SDBU) werden daraus Recyclingtaschen hergestellt. So ist zum Beispiel dieses praktische Necessaire (auch "Kulturbeutel" genannt) entstanden. Viele weitere Recyclingtaschen und weitere von Hand hergestellten Produkte können im Laden an der Wallisellenstrasse 12 in Dübendorf bezogen werden.



Jeweils in den Sommerferien geht der Technologie-Podcast "SRF Digital" auf Reisen und besucht unter dem Motto "Bi de Lüüt" Personen, die Interessantes aus ihrem digitalen Alltag zu berichten haben. Vor kurzem hat Redaktor Reto Widmer unsere Kleinbrauerei besucht und sich mit Andrea Kennel über Frauen in der Informatik, die Symbiose von IT und Bier, unsere neue Brauerei-App und vieles mehr unterhalten. Das Interview dauert knapp eine Stunde (mit zwei Unterbrüchen durch andere Beiträge im Podcast). Wieviele Stunden wir danach noch gemeinsam in der Brauerei verschiedene Biere degustiert haben, bleibt ein Geheimnis.
Der Podcast kann über die gängigen Podcast-Apps abonniert oder über diesen Link gehört werden: SRF Digital Podcast «Bi de Lüüt» #2: Andrea Kennel
Mit ca. 1000 Litern pro Jahr gehört unsere Hobbybrauerei in die Kategorie “Nanobrauerei”. Da wir aber mittlerweile einige Stammkunden haben (vor allem lokale Bars und Geschäfte), die unser Bier verkaufen und mehr oder weniger regelmässig Nachschub brauchen, wurde es immer schwieriger, die Bier-Lieferkette im Griff zu haben. Das Bier muss zuerst reifen, dann mehrere Wochen gelagert und schliesslich in Flaschen abgefüllt werden. Wenn nun plötzlich eine “Grossbestellung” eintrifft (bei uns sind das bereits 10 Liter), müssen wir natürlich vorbereitet sein. Schon vor Jahren haben wir festgestellt, dass es nicht ganz einfach ist, den Überblick über den Lagerbestand in der Brauerei und im Lagerkeller zu haben.
Da wir beide im Informatikbereich tätig sind, haben wir uns zuerst für eine Lösung entschieden, wie sie oft auch in Softwareprojekten eingesetzt wird: Ein (analoges) “Scrum Board” in der Brauerei gab uns einen Überblick, wieviele Kegs (Lagerfässer) am Reifen, im Keller gelagert oder bereits in Flaschen abgefüllt sind. Dieses Scrum Board war uns mehrere Jahre eine grosse Hilfe.

Da aber die Bierbestellungen typischerweise nicht dann eintreffen, wenn wir grad in der Brauerei sind, sondern zuhause, im Büro, bei Kunden, in der Bierbar oder irgendwo, wäre es natürlich hilfreich, jederzeit Zugriff auf das “Monsterbräu Scrum Board” zu haben. Deshalb haben wir immer wieder über verschiedene Varianten eines digitalen Scrum Boards nachgedacht. Sogar eine Webcam mit Blick auf das Board in der Brauerei haben wir als mögliche Lösung in Betracht gezogen. Aber wir hatten bessere Ideen, die wir "irgendwann einmal" umsetzen wollten...
Die Gelegenheit kam dann rascher als erwartet: Andrea ist Dozentin für Datenbanken an der FHNW (Fachhochschule Nordwestschweiz) und konnte dort eine Projektarbeit mit unseren Ideen ausschreiben. Zusammen mit einer Gruppe von Informatikstudierenden hatten wir so die Möglichkeit, die perfekte digitale Lösung für unsere Bier-Lieferkette zu entwickeln.
Die Lösung besteht aus “BrewTracker”, einer iPhone-App, mit der wir den Lagerbestand in der Nanobrauerei online nachführen können. Um die einzelnen Arbeitsschritte möglichst einfach zu halten, haben wir alle Kegs mit QR-Codes versehen. Beim Abfüllen der Kegs, beim Verschieben in oder aus dem Lagerkeller und beim Abfüllen in Flaschen wird jeweils der QR-Code eingescannt und die entsprechende Aktion bestätigt. Definitiv viel einfacher als das manuelle Ausfüllen von Zetteln, die wir früher ans (analoge) Scrum Board heften mussten.
Und das beste daran: Egal wo wir sind, wir können jederzeit über die App den aktuellen Lagerbestand in Kegs und Flaschen für jede Biersorte abfragen. Die Daten sind in einer Oracle Cloud Datenbank gespeichert – einer Welt, die uns beiden aus beruflichen Gründen nicht ganz fremd ist. So ist es auch sehr einfach möglich, mit ein paar SQL-Abfragen die Verkaufsdaten pro Biersorte oder die Detaildaten für die Biersteuerdeklaration auszuwerten.
Die App ist erst seit ein paar Monaten im Einsatz, aber schon jetzt ist uns klar, dass wir nicht mehr darauf verzichten möchten. Bierbrauen ist zwar eine sehr analoge Tätigkeit (zumindest in der Art, wie wir sie betreiben). Aber ein paar digitale Hilfsmittel können dabei sehr nützlich sein.

